Rückblick

In Teil 1 der Beitragsserie „Honig Herstellung“ wird beschrieben, was im ersten Stadium beim Honig herstellen im Bienenstock geschieht. Hier noch einmal im Überblick, was bei den Honigbienen passiert:

  • Volksstärke der Honigbienen stimmt, ausreichend Sammelbienen im Volk
  • Trachtangebot, reichlich Blütennektar vorhanden
  • Nektar wird von den Bienen gesammelt und als „unreifer Honig“ in der Bienenwabe in Nestnähe gelagert.

Reifung des Honigs

Die Bienen arbeiten aktiv dafür, dass sie Honig herstellen. Der Honig stellt die Vorräte für die blütenlose Zeit dar. Dafür muss der Honig haltbar gemacht werden. Die Arbeiterinnen tragen hierzu den Honig um.

Blütennektar ist aufgrund des hohen Wassergehaltes leicht verderblich. Die Honigbienen trocken den Nektar auf mindestens 20% Wassergehalt ein. In Verbindung mit Enzymen wird so Honig hergestellt.

Die Honigmacherinnen, entnehmen den Blütennektar aus den Wabenzellen. Der unreife Honig wird über den Speichel der Bienen mit Enzymen angereichert. Diese Eiweiße sorgen dafür, dass die Zuckerarten gespalten werden und später als Futter nutzbar sind. Des weiteren werden kleine Nektartröpfchen zwischen den Kiefern der Bienen aufgespannt. So verdunstet Wasser und der Wassergehalt sinkt. Ein weiterer Faktor zur Reifung des Honigs stellt die Stockwärme und somit auch wiederum die Volksstärke eine entscheidende Rolle. Die große Anzahl an Bienen, im Sommer bis zu 50.000 Einzeltiere, wärmen den Bienenstock auf konstante 35°C.

Je öfter der Honig um getragen wird, je niedriger der Wassergehalt ist, desto besser ist die Qualität und Haltbarkeit des Honigs.

Deckelchen drauf – Der Honig ist reif

Sind die Bienen der Meinung, dass der Honig reif ist, wird er verdeckelt. Die Honigmacherinnen „schwitzen“ aus speziellen Drüsen reines Bienenwachs als hauchdünne Schuppen aus. Mit dem Wachs werden Deckelchen auf jede Zelle gebaut. Eine dünne Wachsschicht schützt den Honig nun vor Umwelteinflüssen, Gärung und Verunreinigung. Jetzt kann der Imker den Überschuss des Honigs ernten.