Rückblick

  • In Teil 4 der Honigherstellung wurde der Honig aus den Waben geschleudert und für die Weiterverarbeitung vorbereitet.
  • Entdeckeln
  • Schleudern
  • Klären

Honig rühren

Wie, der Honig wird gerührt? Ja tatsächlich. Ein Qualitätsmerkmal von richtig gutem Imkerhonig ist  unter anderem die cremige Konsistenz. Da die Konsistenz auch von der Honigsorte abhänig ist, komme ich in einem späteren Beitrag noch einmal genauer darauf zurück.

Honig ist, vereinfacht eine übersättigte Zuckerlösung. Mit der Zeit kristallisiert der Zucker bei jedem Honig aus. Honig mit hohem Traubenzuckeranteil kristallisiert schneller als Honig mit höherem Fruchtzuckeranteil. Es bilden sich grobe Zuckerkristalle. Um eine gute Konsistenz zu erhalten werden die Kristalle gerührt.

Temperatur

Zur Ernte des Honig wurde die Temperatur der Umgebung warm gehalten. Bei ca 30°C bleibt der Honig flüssig. Nun, zur Einleitung der Kristallisation, wird die Temperatur gesenkt. Eine Umgebungstemperatur von 16°C ist optimal.

Zeitpunkt

Je nach Honig beginnt die Kristallbildung nach wenigen Tagen oder ein paar Wochen. Es bilden sich winzige Zuckerkristalle, die als Schleier im Honig sichtbar sind. Ab diesem Zeitpunkt wird gerührt.

Das Rühren

Und zwar langsam! Das ist wichtig. Heute wird der Honig mit Rührgeräten bearbeitet. Mit  langsamer Drehzahl wird er Honig jeden Tag 2 mal für 10 Minuten gerührt. Ja nach Rührgerät muss der Imker darauf achten, dass der Honig von unten nach oben gerührt wird. Es darf keine Luft in den Honig untergerührt werden. Durch den Rührvorgang beim Honig herstellen werden die Zuckerkristalle aneinander zerrieben und bleiben winzig klein. Der Honig bekommt so eine cremige Konsistenz.

Abfüllen und Vorbereitung für den Verkauf

Die Herstellung des Honigs ist so gut wie abgeschlossen. Jetzt kommt endlich der Honig in die Gläser. Nachdem alle Honiggläser, ja auch die neuen, in der Spülmaschine blitzeblank sauber sind wird abgefüllt. Der Honig ist wieder auf fliessfähiger Temperatur von ca 25 – 30°C.

Die Gläser werden auf die Waage gestellt und endlich fliesst der Honig in sanften Schleifen in das Glas. Die Sichtkontrolle gibt dem Imker erste Hinweise auf die Qualität. Farbe und die Marmorierung im Glas sind für das geübte Auge jedesmal einmalig.

Was jetzt noch fehlt ist die Etikettierung. Hier sind die Angaben zu dem Honig verpflichtend. Mindestens muss das Honigglas gekennzeichnet sein mit:

  • Mindeshaltbarkeitsdatum (Mindestens haltbar bis xx.xx.xxx)
  • Name und Anschrift des Imkers
  • Die Bezeichnung Honig mit Herkunftsland (Honig aus Deutschland)
  • Einfüllgewicht (Inhalt / ℮ 500g)
  • Kontroll oder Chargennummer (kann entfallen)
  • ggf Sortenbezeichnung
  • Lagerhinweis

Was jetzt noch bleibt, eine schöne Präsentation für meine lieben Kunden. Der Honig ist hergestellt.