Was ist Sortenhonig?

Als Sortenhonig werden Honige bezeichnet, die überwiegend aus Nektar einer speziellen Pflanze stammen. Zu den in Deutschland bekanntesten Sortenhonigen zählen Rapshonig, Lindenhonig, Akazienhonig, Tannenhonig, Heidehonig, Maronenhonig und Waldhonig. Jeder Honig hat seine eigenen Eigenschaften, seinen eigenen Geschmack, sein eigenes Farbspektrum und seinen eigenen Geruch. Neben diesen sensorischen Eigenschaften, müssen gewisse Pollenanteile im Honig vorhanden sein, um das Produkt als Sortenhonig ausweisen zu können.

Jeder dieser Honige wird an Massentrachten gewonnen. Nur so wird sichergestellt, das der Honig von einer Pflanze stammt. Der Imker wandert mit seinen Bienen die Gebiete an.

Herstellen von Sortenhonig nur mit Wanderung

Ausser Raps, der fast flächendeckend in Deutschland angebaut wird, liegen die Trachtgebiete für Sortenhonig in der gesamten Bundesrepublik verteilt. Von Tannenhonig im Schwarzwald über Maronen der Edelkastanienhonig im Pfälzer Wald, zu den Lindenalleen in Großstädten und Robinienbeständen in Brandenburg bis zu den ausgedehnten Heideflächen um Lüneburg, jeder dieser Honigsorten erfordert eine Bewegung der Bienenvölker.

Vorbereitung der Wanderung

Die Bienenwanderungen werden unter verschiedenen Gesichtspunkten geplant. Neben der Auswahl und der Genehmigung von Standplätzen, spielen rechtliche Vorraussetzungen eine wichtige und verpflichtende Rolle. Jeder Imker muss sicherstellen, dass er nur mit gesunden Bienen wandert. Gerade die bakterielle und für Bienenvölker tödliche Krankheit der amerikanischen Faulbrut muss ausgeschlossen werden. Bei dieser Krankheit, befällt ein Bakterium die Bienenbrut und vernichtet sie vollständig.

Untersuchung der Bienenvölker

Um überhaupt mit den Bienen für Sortenhonig wandern zu können, muss von den zuständeigen Veterinärämtern ein Wanderzeugnis ausgestellt werden. Das Dokument bescheinigt den guten Gesundheitszustand in Hinblick auf die Bienenseuche der amerikanishen Faulbrut.

Bei der Krankheit befinden sich Bakterien in verschiedenen Stadien im Futter der Bienen. In der frühen Phase des Bakteriums können die Sporen nur labortechnisch nachgewiesen werden.

Ein besonders ausgebildeter Bienenseuchensachverständiger wird vom Imker beauftragt eine Probe zu nehmen. Die Probe wird aus den Futterzellen dicht a der Brut genommen. In einer Probe dürfen bis zu 6 Völker vom einem Stand sein. Dicht verschlossen werden die Proben kostenpflichtig in ein Analyse Labor geschickt.

Je nach Auftragsaufkommen dauert die Auswertung drei bis sechs Wochen. Ist der Befund auf Faulbrut negativ, so kann das Wanderzeugnis beantragt werden.

Seuchenfreiheit Zielgebiet

Auch im Zielgebiet für den Sortenhonig kann natürlich eine Bienenseuche ausgebrochen sein. Da die AFB (amerikanische Faulbrut) meldepflichtig ist, werden bei Ausbruch amtliche Sperrbezirke eingerichtet. Vor Beginn der Wanderung stellt jeder Imker verpflichtet sich bei dem zuständigen Veterinäramt nach dem aktuellen Stand zu informieren. Gleichzeitig kann dem Amt die Zahl der der gewanderten Völker und der Standort mitgeteilt werden.

Als nächstes folgt die zeitliche Planung nach Tracht …